"Sehr geschmackvoll designtes DigiPak, fettes Booklet mit tollen Fotos — weniger hätte ich auch nicht erwartet von Marcus Deml, dem Gitarristen zwischen Blues, Rock und dem Rest der Welt, der schon immer als Musiker nicht nur ganz viel Feeling und Geschmack bewiesen hat, der wie kaum ein anderer seinen unglaublichen Gitarrenton präzise auf Konserve bekommt und der sowieso ein Typ ist, der weiß was er will.

Das neue Album seiner Band The Blue Poets hat Marcus Deml wieder auf seinem eigenen Label „Triple Coil Music" veröffentlich — der Mann ist auch als Plattenfirmen-Chef noch Gitarrist durch und durch. „Das Ziel des Labels ist es, die Musik ohne kreative Einschränkungen zu unterstützen", erfährt man auf der Website; auf www.triplecoilmusic.com kann man nicht nur die CD direkt beim Künstler bestellen, hier gibt's auch die Vinyl-Version des Albums und ein fettes Fan-Paket mit CDs, Vinyl, Poster, Autogrammen, DVD & mehr. Mehr über seine Band und Live-Aktivitäten erfährt man wie gehabt über www.thebluepoets.com.

Zur Band gehören, neben Gitarrist Deml, der Sänger Gordon Grey, Bassist Phil Steen und Drummer Felix Dehmel — und die blauen Poeten geben ordentlich Gas! ,Could Have Lived' mit seiner zornigen Energie ist Blues-Rock-2020, und bei einem Track wie ,All lt Takes' scheinen sich Hendrix, Bad Company und Living Colour vereint zu haben. Mal rockt es traditioneller, dann wieder unglaublich cool wie in ,Bad News': Deml ist kein Wahnsinnsvirtuose, der zwischen seinen Lead-Spots immer in der Band verschwindet; nein, Marcus ist ein unglaublich kreativer und groovender Band-Gitarrist, der dann in seinen fantastischen Soli immer noch drei Einheiten drauflegt — und das ist schon Wahnsinn! Rock-Kracher wie ,Cyber Love' beeindrucken dabei genau so wie die finale Ballade ,The Day', in der sich gitarristisch Curtis Mayfield und Marcus Deml treffen. In Track Nr. 4 ,Crawling', einer klassischen Rock-Ballade, kommen für mich alle Qualitäten dieses Albums zusammen: Energie, Emotion, Virtuosität und Rock-Feel. Gelungen!"

Auch in Zeiten von Kemper, Axe FX und Strymon gilt: Für einen Weltklasse-Gitarrensound braucht es nicht mehr als eine Gitarre, einen Röhrenamp und die richtigen Finger. Das demonstriert Marcus Deml eindrucksvoll auf dem neuen Album seiner Band The Blue Poets.

Auf All lt Takes lässt der Strat-Virtuose den Marshall rauchen und präsentiert seine Skills in erdigen Bluesrock-Songs, die nicht nur eingefleischten Gitarristen Spaß machen dürften. In den neun Songs, die vom ballernden Heavy-Rocker bis zur ausufernden Ballade mit mehrminütigem Solo reichen, ist aber natürlich auch genug Futter fürs Fachpublikum vorhanden. Beeindruckend ist vor allem die Dynamik, mit der Marcus seine Strats singen, schreien und auch mal flüstern lässt. mwa

Scheuklappen kennt der in Hamburg ansässige Gitarrist Marcus Deml anscheinend nicht, wie die muntere Genre-Hopperei als Studio- und Sessionmusiker durch Hardrock, Hip-Hop, Dance oder Poprock eindrucksvoll belegt. Unter eigener Flagge pendelte Deml zwischen Ambient (Earth Nation), Gitarren-Electro und bluesigem Hardrock (Errorhead). Mit den Blue Poets wendet er sich seit drei Jahren dem Bluesrock zu, folgt dabei aber entsprechend seinem multilateralen Hintergrund abseits einer reinen Blaupause eigenen Parametern.

Die Kompositionen der vier Bluespoeten fußen auf einem erdigen Rockfundament aus zeitgemäßen Gitarrenriffs. Deren trocken-sprödes Klangerscheinungsbild wird zur großen Bühne für Bluesemotionen unterschiedlichster Couleur. So besitzt das den Wutbürger besingende "Angry Man" einen dezent jazzigen Einschlag und der Titeltrack ist tiefschwarz eingefärbt vom Weltschmerz in Pearl-Jam-Manier. "Crawling" durchzieht ein Hauch Melancholie (die in einem furiosen Solo gipfelt), "Been Here Too Long" besticht mit soulpoppig-bluesigem Minimalismus und „Cyber Love" ist geradewegs auf der Rock'n'Roll-Überholspur unterwegs. Das alle Stimmungslagen perfekt intonierende Charakterorgan von Gordon Grey ist neben dem kompakten Rhythmusgroove sowie natürlich der exquisiten Gitarrenarbeit das dritte Faustpfand der Band. "All lt Takes" steht als Synonym für 2019er-Bluesrock! (str)

Rock and Blues Muse

The Blue Poets are a creatively important band whose music shows how much can still be done within the blues/rock format. If your playlists have gone stale, All It Takes might be just the album you need to feel the music again.

Mike O'Cull - Rock and Blues Muse

Darkstars

Derzeit gibt es im Bereich der 70er Jahre beeinflussten (Blues) Rockmusik wohl kaum eine Band die mit so viel Hingabe, Virtuosität und Leidenschaft spielt wie „The Blue Poets“. 10 von 10 Punkten für dieses auch produktionstechnisch herausragende Meisterwerk.

Chris Strieder - Darkstars

Hooked on Music

Ich ... empfehle dem nach aufputschenden Stoff gierenden Musikfreund das neue Album der THE BLUE POETS, denn "All It Takes" hat alles, um die vorderen Plätzen der etablierten Bluesrock-Phalanx aufzumischen.

Hooked on Music

... Zo gaat opener Angry Man over de maatschappelijke woede waar we dagelijks mee geconfronteerd worden. Crawling handelt over het gebrek aan kansen waar sommige groepen tegenaan lopen. Overigens een prachtig, ingetogen song, waarin zowel de zanger als gitarist hun gevoelige kant laten horen. Deml tovert hier een weergaloze solo van drie minuten uit zijn Stratocaster. Met humor zingt men in Cyber Love over de zoektocht naar liefde in het digitale tijdperk. Hun meer soulvolle kant horen we in Been Here Too Long. Deml koos voor een regelmatig schurende, ongepolijste productie en die bevalt me erg goed ...

Theo Volk - Music that needs attention

The Hamburg-based formation The Blue Poets, around Errorhead mastermind and exceptional guitarist Marcus "Nepomuc" Deml, recorded nine songs steeped in heavy rock arrangements. Together with Phil Steen (bass), Felix Dehmel (drums) and vocalist Gordon Gray he guarantees exciting blues rock.

Philip Verhaege - Keys and Chords

Audio

(Blues-)Gitarren-Fans schätzen Marcus Deml als unerhörtes Talent seines Metiers. Der studierte Saiten-Springer bewies sein Können schon in zig Teamworks, unter anderem mit Bobby Kimball (Toto), Nena oder Saga sowie als Macher von Errorhead und als Musikdozent. Mit seinen Blue Poets philosophiert er seit 2016 packend - dieses dritte Album geht auch dank der coolen, raureifen Stimme des Australiers Gordon Grey ab wie die Post. Rory Gallagher, B.B.King oder Jimi Hendrix lassen als Vorbilder grüßen. Kurzum: Da wird schweißtreiben mit Finesse gerockt und wunderbar lautstark gesungen. Das kickt und macht dank Demls teils aberwitzig virtuoser Saitenarbeit Sauspaß. Old School pur - schön, dass es sowas noch gibt.

Claus Dick - Audio Magazin

Oxmox

Die Bluesrock band um Ausnahmegitarrist Marcus Deml vereint anspruchsvolle Texte mit virtuosen Instrumentals. Gordon Greys durchdringende Stimmfarbe, die an Chris Cornell erinnert, verschafft den Songs zusätzliche Tiefe und eine einzigartige Atmosphäre. Highlight: das langsam voranschreitende und kraftvolle "Crawling", das mit Demls 3-minütigen Gitarrensolo gekrönt wird.

ML - Oxmox

ROCKS

Befreiend primitiv

Auf dem Konzertmitschnitt Live Power entfaltet die Hamburger Combo The Blue Poets um Meistergitarrist Marcus Deml die volle Kraft, die ihr Bluesrock schon auf dem Studiodebüt von 2016 versprach. Marcus Deml ist ein Unruhegeist. Der kreative Kopf der Blue Poets wählt seine Aussagen ins Gespräch wohlüberlegt, eilt aber gleichzeitig mit blitzartiger Geschwindigkeit von einer Idee zur nächsten. Dabei wechselt er sogar zwischen Deutsch und Englisch. Als Gitarrist hat er oft unter Beweis gestellt, dass er aus dem Stand Tempo auf-nehmen kann. Selbst seine Mimik lässt die rasende Flut der Gedanken und Emotionen sichtbar werden, die beim Musizieren seine Innenwelt erfüllen: Sein durchaus amüsantes Mienenspiel passt zu einem Menschen, der Humor schätzt und vor Selbstironie nicht zurückschreckt. Seine extrovertierte Haltung eckt aber auch an. »Viele Leute finden mich zum Kotzen. Das sei ihnen gegönnt«, erklärt Deml nüchtern. »Wenn ich ein neues You-Tube-Video poste, ist der erste Daumen nach unten schon nach ein paar Sekunden da. Ich habe mir also genug Hasser erarbeitet.« Dabei gibt es keine Zweifel an seinem Können auf den sechs Saiten. Der in Prag geborene Weltenbummler, der lange Zeit in den USA lebte, gilt als exzellenter Techniker - ein Ruf, den er sich vor allem in knapp zwei Jahrzehnten als Chef von Errorhead verdiente. »Errorhead fing als geisteskrankes Instrumentalprojekt an«, sagt er heute über die experimentierfreudige Formation, die es zwischen 1995 und 2014 auf sechs Alben brachte. Auf den späteren, im Vergleich geradezu erdigen Platten der Band schimmerte der Blues in seinem Spiel zwar zunehmend durch. »Doch Errorhead hatten immer den Anspruch, ein bisschen verrückt zu klingen.« Mit anderen Worten: Ideen, die sich zu sehr an klassischen Rock- oder Blues-Schemen orientierten, wurden über Bord geworfen, nicht zuletzt von Deml selbst, der sich wenig schmeichelhaft als »Perfektionsnazi« bezeichnet.

Nach 19 Jahren mit Errorhead stand er Ende 2014 jedoch an einem Scheideweg: »Ich war kaputt, mein Vater lag im Sterben, ich hatte ein großes Minus in der Kasse. Da habe ich mich in mein Studio gesetzt und angefangen, einfachere Sachen zu schreiben.« Diese Erfahrung markierte die Geburtsstunde von The Blue Poets, die knapp zwei Jahre später pünktlich zum Erscheinen des selbst betitelten Debütalbums ihre ersten Gigs spielten. Von Beginn an dabei war Sänger Gordon Grey, ein Australier mit Reibeisenstirnme. Eine feste Rhythmusabteilung bildete sich erst kurz vor diesen Konzerten im Herbst 2016 mit Bassist Phil Steen und Schlagzeuger Felix Dehmel heraus. Der große Unterschied bei den Blue Poets liegt für den Gitarristen darin, sich keinen Zwängen zu unterwerfen. »Ich hatte einfach Lust zu rocken wie auf den alten Alben von Rory Gallagher und Gary Moore, die ich mit 15 gehört habe und immer noch nach einem Glas Wein laut aufdrehe«, sagt Deml. »Wenn mir etwas wie ein Klischee vorkommt, mir aber gefällt, nehme ich es trotzdem auf! Es ist eine Befreiung, so primitiv zu sein.« Das hört man auf der Bühne: Der aktuelle Livemitschnitt Live Power kommt nach nur einer einzigen Studioplatte zwar überraschend, verdeutlicht aber noch mehr als diese Demls neuentdeckten Wunsch nach einem rohen, unmittelbaren Sound. »Die Songs vom Debüt haben sich so entwickelt, dass ich mir gedacht habe: Egal, was die Leute davon halten, ich finde diese Aufnahmen geil.« Zudem waren es vor allem Live-Klassiker, die Deml in den späten Siebzigern dazu brachten, zur Gitarre zu greifen. »Es wäre vermessen zu behaupten, dass wir mit diesen Aufnahmen schon da sind, wo Rory Gallagher auf Irish Tour 74 oder Deep Purple zu Zeiten von Made In Japan waren«, räumt er ein. »Aber ich bin stolz drauf.«

VINCENT ABBATE - ROCKS

Gitarre & Bass Ausgabe 8/2018 Gitarre & Bass Ausgabe 8/2018 - News Gitarre & Bass Ausgabe 8/2018 . Playalong

MetalGlory

"Einen sauberen Ton zu erzeugen ist Handwerk. Diesen Ton mit Leben und Seele zu füllen ist Kunst. Marcus Deml und seine Mitstreiter beherrschen diese Kunst. LIVE POWER ist eine Verbeugung vor den Gründervätern des Blues sowie eine Hommage an den Bluesrock der vergangenen 50 Jahre, transportiert in die Gegenwart. Erdig, authentisch und mitreißend!"

Marc Schipper - Metalglory